Dienstag, 5. Mai 2015

Neues E-Book "Mama goes Patchwork. Meine Top 10 Denkfehler" ist raus!

Dieses neue E-Book fügt dem "Patchworkfamily-Notfallbuch" von 2014 die ganz persönliche Note hinzu!




Nach einer Trennung bin ich auf ganzer Linie gescheitert – stimmt doch, oder?

Wenn ich einen neuen Partner habe, habe ich wieder eine „heile“ Familie – oder nicht?

Wer mir nicht mehr gut tut, den braucht mein Kind auch nicht mehr (so oft) – oder doch?

Als angehende Diplom-Psychologin schlitterte ich 1998 zur Zeit der Kindschaftsrechtsreform in eine turbulente Phase des Alleinerziehend-Seins, welche durch ebenso chaotische Patchworkfamilien-Erfahrungen abgelöst wurde. Mir fehlten Vorbilder und ich beging Denkfehler, die ich erst viele, viele Jahre später als solche erkannt habe. Dieses E-Book ist eine Sammlung meiner größten Irrtümer als Alleinerziehende und in Patchwork, die ich gern weitergebe, um anderen ein wenig zu helfen, sie zu vermeiden.   Es fügt dem „Patchworkfamily-Notfallbuch“ von 2014 eine persönliche Note hinzu und basiert auf einem Interview für Dr. Alexandra Widmer (www.starkundalleinerziehend.de).

Mit einem Zusatzkapitel von Kollegen und Kolleginnen über deren Denkfehler Nummer eins. Hier zum Runterladen:

Demnächst auch erhältlich über alle anderen Online-Buchhändler über Tolino-Media.de

Samstag, 18. April 2015

Liebster Award-Nominierung für den Kunterbunten Patchworkfamily-Blog auf Facebook

Ich danke Martina Schomisch blog.patchworkcoach.de für die Nominierung des Liebster-Awards!
Wie bei ihr ist auch mein Hauptthema die Patchworkfamilie und alles, was dazugehört.

Wer ist denn nun der „Liebster Award“?
Ganz einfach, es ist eine Auszeichnung, welche von einem Blogger zum Nächsten weitergereicht wird. Sie sagt aus: „Hallo, Dein Blog ist klasse, inspiriert mich, ich lese ihn gerne und jetzt möchte ich mehr über Dich erfahren.“

Die Regeln:
Wenn du nominiert wirst, bekommst du 11 Fragen gestellt. Dazu schreibst du einen Blogpost und erklärst das Ganze natürlich auch.
Du verlinkst denjenigen, der dich nominiert hat in deinem Post.
Du überlegst dir selbst 11 Fragen und gibst sie weiter, nämlich
an 3 – 6 Blogger, vorzugsweise Neulinge. Diese verlinkst du unter deinem Post und informierst sie persönlich darüber.

Liebe Martina, hier sind die Antworten auf deine Fragen:

1. Wie beschreibst du dich selbst? Was sollten deine Leser unbedingt von dir wissen?
Nichts, was ich schreibe, kenne ich nicht. Alles, was ich über die Jahre zu Papier bringe, kommt von Herzen, hat mich bewegt, beschäftigt und zu Lösungen getrieben. Schreiben ist meine Leidenschaft.  Meine andere Leidenschaft sind Künste aller Art. Ich liebe es, mich in Bücherwelten zu flüchten, in einem Bild zu verlieren oder mich von einem Film mitreißen zu lassen. Außerdem genieße ich gute Gespräche mit anderen Menschen!

2. Was schätzen deine Freunde an dir?
Sie schätzen meine Fähigkeit, ihnen zuzuhören. Auch, dass ich immer sehr ehrlich bin und über meine tiefsten Gefühle sprechen kann. Das können sie bei mir auch, ich nehme sie wie sie sind. Man muss sich nicht verstellen bei mir.

3. Wie motivierst du dich, nach einer Niederlage wieder aufzustehen?
Mit viel Schokolade:-)...ich muss eigentlich nur an meine Kids denken. Die brauchen mich noch ein Weilchen:-))

4. Was treibt dich an, dass zu tun, was du tust?
Mein eigenes chaotisches Leben:-) und vielleicht eine Hypersensibilität, wodurch ich ständig alles verarbeiten muss. Ich muss es eh irgendwo schriftlich festhalten, so dass ich es auch gleich mit an andere weitergeben kann.

5. Was ist “Glücklich sein” für dich?
Zeit für das Wesentliche zu haben. Also Zeit für meine Familie, meine Bücher, meine Freunde und das Schreiben.

6. Wer oder was inspiriert dich?
Schlichtweg das Leben und alle mich umgebenden Menschen! Aber vor allem immer schon meine Freundin Daphne Unruh, die jetzt mit Himmelstiefe und den Folgebänden das Ganze auch an eine große Fangemeinde weitergeben konnte (Buchreihe Fantasy-Genre).

7. Was macht Familie wichtig für dich?
Nirgendwo sonst kann man so sehr man selbst sein. Und nirgendwo sonst gibt man so viel weiter. Nirgendwo sonst bekommt man so viel ehrliches Feedback wie von den Kindern. Und man wird nirgendwo sonst so bedingungslos geliebt und liebt ebenso zurück.

8. Was ist dein nächstes Herzensprojekt?
Das nächste Projekt ist ein Ebook zum Thema Patchwork und Denkfehler, die man als Alleinerziehender und im Patchwork machen kann. Titel: Mama goes Patchwork. Meine Top Ten Denkfehler

9. Was lernst du von deinen Kindern?
Alles selbst noch mal von vorne:-)

10. Welcher Person möchtest du gerne “DANKE” sagen, hast es aber bisher nicht getan?
Ich sag das eigentlich oft...Jetzt gerade ganz spontan würde ich es gern noch mal zu meiner großen Tochter sagen. Dafür, dass sie da ist und so viele Jahre allein an meiner Seite war, als es mir nicht immer so gut ging.

11. Was ist dein wichtigster Traum?
Viele Bücher zu schreiben und mit meiner Freundin Daphne 80jährig auf einer Parkbank zu sitzen und unser verrücktes Leben Revue passieren zu lassen:-).....


Und nun nominiere ich folgende Blogs für den Liebster Award:

 Lutz R. Bierend  fatherleft.wordpress.com
Thomas Friedrichs  rosenkrieg2014.blogspot.de
Silke Bauerfeind ellasblog.de

Hier sind meine elf Fragen für euch:

1. Bist du eher ein visueller, akustischer oder taktiler Typ?
2. Gibt es etwas, was dich im Leben immer schon angetrieben hat?
3. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
4. Würdest du dich als spirituell bezeichnen?
5. Was macht menschliche Vielfalt für dich aus?
6. Welchen Stellenwert hat deine Familie in deinem Leben?
7. Hattest du als Kind/Jugendlicher ein Idol oder sonstiges Vorbild?
8. Glaubst du, dass Kinder eher Grenzen oder eher viel Freiheit brauchen?
9. Warum schreibst du genau diesen und keinen anderen Blog?
10. Wärst du gern unsterblich?
11. Wenn du auf dein bisheriges Leben zurück blickst: Was war das bislang wesentlichste Ereignis?


Und so gibst du den „Liebster Award“ weiter:

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat auf deinem Blog
  • Beantworte meine 11 Fragen
  • Wähle Blogs aus, die du nominieren möchtest
  • Teile den jeweiligen Bloggern mit, dass du sie nominiert hast
  • Formuliere 11 Fragen, die du den Nominierten stellst
Ich freue mich auf deine Antworten und bin schon sehr gespannt auf deine Blog- Neuentdeckungen.

Alles Liebe,
Melanie

Samstag, 4. April 2015

Podcast Melanie Matzies-Köhler: Was du unbedingt über Patchwork wissen solltest

Dr. Alexandra Widmer hat ein informatives Interview mit mir geführt, in dem ich ausführlich über meine persönlichen Erfahrungen (und anderer, von mir befragter Personen) als Alleinerziehende und Patchworkerin berichte.

Der Link zu ihrer Seite und dem Podcast findet sich hier:

http://www.starkundalleinerziehend.de/melanie-matzies-koehler-was-du-unbedingt-ueber-die-patchwork-familie-wissen-solltest/

Vielen Dank, Alexandra für das Interview und ich hoffe, wir können damit beide eine ganze Menge weitergeben!

Melanie Makoe (Matzies-Köhler)

Samstag, 7. März 2015

Die Stiefmutter: Mächtig im Hintergrund!

Sie wird bei den Jugendämtern übergangen, ist vor Gericht weitestgehend rechtslos, aber lange nicht machtlos: Die Stiefmutter.

Gerichte hören sie in der Regel nicht an, wenn es um Sorgerechts- oder Umgangsstreitigkeiten der leiblichen Eltern geht. Wenn sie in unmittelbare Belange des Besuchskindes (oder Bonuskindes) einbezogen werden möchte, benötigt sie die Erlaubnis der leiblichen Eltern. 
Besuchswochenenden sind manchmal harter Tobak für eine Stiefmutter. Die Stiefkinder sind auf Distanz, manchmal sogar offen aggressiv und ablehnend ihr gegenüber. Den Stress, den Besuchskinder auslösen, hat sie aber trotzdem. Sie kocht, räumt auf und kümmert sich um den Nachwuchs des Partners, zumindest hilft sie dabei (da dies in der Regel vom Partner auch erwünscht oder erwartet wird).

Nun gibt es in der Regel zwei "Sorten" von Stiefmüttern. Solche, die ihre Bonuskinder mit offenen Armen empfangen und als Teil des geliebten Mannes betrachten, den sie ebenfalls in ihr Leben integrieren und am besten lieben wollen wie ihr eigenes Kind. Diese "Guten Stiefmütter" machen anfangs alles, um die Liebe des Bonuskindes zu gewinnen. Sie kaufen Kleidung, überlegen sich tolle Aktivitäten für das Wochenende, kochen das Lieblingsessen oder spielen stundenlang mit den Kindern. Hoffnungsvoll stellen sie sich Fotos von sich, ihrem Geliebten und dessen Kind (einer anderen Frau) auf den Nachttisch uns sprechen Außenstehenden gegenüber von "unserem" Kind.
Aber in vielen Fällen klappt das nicht so richtig, das mit der wechselseitigen Zuneigung. Warum windet sich das Kind immer wieder, wenn es von der Stiefmutter umarmt wird? Warum lässt es sich nicht küssen? Und schlimmer noch: Es redet ständig von seiner Mutter. Die Mutter ist allgegenwärtig und wird präsenter, je mehr die Stiefmutter versucht, die Liebe des Kindes zu gewinnen.
Das nervt. Und es ist verständlich, dass Gedanken auftauchen wie: Wäre nur die Ex-Frau nicht. Warum kann das nicht mein Kind sein? Einseitige Liebe ist frustrierend.

Wenn es ganz schlecht läuft, geht die "Gute-Stiefmutter" über in einen Zustand des Verharrens in  Eifersucht auf die Ex-Frau und Mutter des Kindes. Plötzlich merkt sie, dass das Kind ja ganz schön aussieht wie die leibliche Mutter und sich auch so benimmt. Die Gegenwart des Kindes beginnt sie zu stören. In ganz ungünstigen Fällen kippt die anfängliche Liebe durch Enttäuschung nicht erfüllter Erwartungen in Ablehnung um und dann haben wir den zweiten Typ der Stiefmutter: Die "Böse Stiefmutter".
Sie bevorzugt demonstrativ ihren eigenen Spross und tut alles, um dem Besuchskind zu zeigen, dass es zweitrangig und unerwünscht ist. Wenn sie es nicht offen zeigt, macht sie gute Miene zum bösen Spiel, aber verliert ihre Herzlichkeit und Einsatzbereitschaft. Sie ist nur noch körperlich anwesend, seelisch aber längst weit weg. Wozu der ganze Einsatz, wenn nichts zurückkommt und sie verdammt ist, ein Leben im Schatten der Ex zu fristen?

Die Stiefmutter ist aber nicht machtlos. Sie hat eine ganze Menge in der Hand: Über ihre Verbundenheit zum leiblichen Vater.

Ist sie anfangs euphorisch und zieht gemeinsam mit ihm in den Kampf gegen die "böse Ex", so kann sie auf diese Weise ihre Verbundenheit mit dem Partner ausdrücken. Die Ex lässt das Kind nicht oft genug zum Vater? Kein Problem. Wir ziehen das Jugendamt zu Rate. Die Mutter gibt nur unpassende Kleidung mit? Kein Problem. Ich kaufe neue. Das Kind ist ständig bei der Mutter unterfordert? Nun gut, wir kaufen Karten für das Theater oder gehen ins Museum. Stiefmütter können ganz schön mobilisieren.

Wenn die Stiefmutter merkt, dass allen Bemühungen zum Trotz die leibliche Mutter immer auf ihrem Thron bleibt, kann sie zu anderen Mitteln greifen. Sie hat großen Einfluss auf die Umgangs- und Besuchsregelungen des Vaters, denn dieser möchte seine aktuelle Beziehung zur Partnerin nicht gefährden. Er hat schon einmal erlebt, dass eine Beziehung kaputt ging, in der die Kinder involviert waren. Diesmal soll es nicht scheitern. Seiner Frau sind die Kinder langsam lästig? Nun, dann muss man gucken, dass sie seltener kommen. So oder so ähnlich könnte es aussehen.
Muss natürlich nicht.
Das sind alles Szenarien, die so oder GANZ ANDERS laufen können.

Was ich sagen möchte ist: Eine Stiefmutter ist nicht machtlos, wenn auch rechtlos. Sie sollte ernst genommen und respektiert und idealerweise gleichwertig integriert werden, damit die Patchworkfamilie funktioniert. Das gilt vor allem für Ex-Frauen und Besuchskinder, denn sie sind es in der Regel, die der Stiefmutter am meisten Sorgen bereiten.

Ex-Frauen freuen sich manchmal, wenn "die Neue" es schwer mit ihrem Nachwuchs hat. Sie hat ja schließlich auch gar nichts bei "ihren" Kindern verloren. Besitzdenken spielt hier eine Rolle und zwar je mehr, je weniger die Trennung verarbeitet ist. War die Trennung von der leiblichen Mutter nicht gewollt und der Mann hat sich eine andere Frau gesucht, mit der er die Familie leben will, die er eigentlich mit ihr (der Ex) aufbauen wollte, ist das für eine leibliche Mutter eine sehr verletzende und Selbstwert erschütternde Angelegenheit. Eine Mutter, die ihre Familie verliert, kann zur Löwin werden. Sie kämpft um ihren Platz und das richtet sich vor allem gegen den Ex samt neuer Frau.

Der Kampf zwischen Mutter und Stiefmutter, der sich aus solchen (oder ähnlichen) Problemlagen entspinnt, hat nur Leid zur Folge. Kinder lehnen Stiefmütter meistens nur dann ab, wenn die leibliche Mutter die Trennung noch nicht verarbeitet hat oder sie selbst noch Wiedervereinigungswünsche in Bezug auf ihre Eltern hegen. Die Neue steht dann symbolisch für: Meine Mama kann nicht zurück. Da ist jetzt eine andere. Die muss erst mal wieder weg.
Das kann noch eine Weile so gehen, bis Ruhe einkehrt. Fünf bis sieben Jahre, so sagt man. Die Hälfte der Patchworkfamilien schafft es gar nicht und trennt sich wieder.

Liebe Mütter: Versucht, die Trennung zu akzeptieren, auch wenn es sehr schwer fällt. Versucht es für die Kinder. Sie haben sich die Trennung nicht ausgesucht, sondern ihr oder der Vater (oder beide). Wenn ihr gegen die Stiefmütter arbeitet, schadet ihr euch selbst und euren Kindern. Stiefmütter sind zwar rechtlich chancenlos, aber bei weitem nicht machtlos. Sie sind die neuen Frauen eurer Ex-Männer. Wenn ihr wollt, dass es den Kindern gut geht, dann dürft ihr die Stiefmütter nicht ignorieren oder gar anfeinden. Versucht es zumindest!

Liebe Stiefmütter: Erkennt, dass die meisten leiblichen Mütter Angst haben, ihre Kinder an euch zu verlieren. Gebt ihnen das Gefühl, dass ihr das nicht beabsichtigt. Sagt ihnen, ihr wollt "mütterliche Freundinnen" sein, aber niemals die leibliche Mutter ersetzen. Gebt ihr das Gefühl, eine gute Mutter zu sein (auch wenn sie das vielleicht gerade nicht ist oder noch nie war in euren Augen). Stärkt die Mutter.  Sie wird dann auf euch zugehen können, wenn sie so weit ist und euch ihr Kind anvertrauen. Ich werde eine sms der Mutter meiner Stieftochter nicht vergessen, in der sie schrieb: "Ich habe alles für xy für das Wochenende zusammengepackt. Bitte pass gut auf meine kleine Maus auf." (Das kann natürlich auch der Vater, aber es war ein Ausdruck des Vertrauens, der mir als Stiefmutter entgegengebracht wurde).
Mütter sind oft länger alleine als die Väter. Sie sehen sich in der schwächeren Position. Ihr Ex hat längst eine Neue und wieder eine Familie. Sie selbst- sofern sie kein Wechselmodell praktizieren- müssen die Kinder im Alltag großziehen, arbeiten gehen und haben kaum Zeit für eine neue Partnerschaft. Die zerbrochene Beziehung hat Wunden hinterlassen. Wenn ihr euch das immer wieder klarmacht, könnt ihr vielleicht nachsichtiger mit ihnen sein.

Mehr zu Stiefmüttern und Müttern im "Patchworkfamily-Notfallbuch", demnächst auch über Books on Demand in allen Onlineshops und im Buchhandel verfügbar.



Freitag, 30. Januar 2015

www.carola-fuchs.de

Buchtipp!

"Mama zwischen Sorge und Recht. Die aberwitzigen Erfahrungen einer Mutter in Sachen Umgang" von Carola Fuchs


Dieses Buch lohnt sich für alle, die erfahren möchten wie es heutzutage ist, wenn eine Mutter sich gegen väterliche Umgangsbedürfnisse auch mal abgrenzen muss. Denn manchmal ist es - aller modernen Ideen (s. Wechselmodell) zum Trotz - für kleine Kinder eben doch ganz gut, eine gewisse Stabilität und Kontinuität im Umgang mit ihrer primären Bezugsperson erhalten zu können, solange es gut für sie ist.  Carola war in diesem Fall als Mutter die primäre Bezugsperson, da sie das Kind in den ersten Monaten und Jahren betreut hat. Das heißt auch für Carola nicht, dass der Vater keine Beziehung aufbauen und aufrecht erhalten soll. Sie bietet ihm nach der Trennung verschiedene Umgangsmodelle an, aber die gemeinsame Tochter Katja möchte in sehr jungen Jahren noch nicht beim Papa übernachten. Der Vater besteht darauf, dass sie in einem eigenen Zimmer schläft, was ihr Angst macht. Das Kind wehrt sich gegen wiederholte Versuche des Vaters, sie zu Übernachtungen abzuholen, aber ihre Bedürfnisse werden nicht gehört. Auch nicht vom Jugendamt. Das Recht des Vaters auf Umgang steht über dem Wohl des Kindes. Der Vater - der anfangs von allen Seiten Unterstützung erhält - schiebt der Mutter die Schuld in die Schuhe im Sinne von: Das Kind will nur nicht, da du es manipulierst!
Carola kämpft sich durch anfängliche Morddrohungen des Vaters ihr gegenüber über Polizeieinsätze und Handgreiflichkeiten (des Vaters ihr gegenüber, begleitet von verbalen Attacken) bis hin zu zahlreichen Gerichtsverhandlungen und am Ende...
Das lest selbst! Ihr werdet staunen!
 
Das Buch zeigt auf wie wichtig ist es, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und nicht lediglich auf sein Recht zu bestehen ungeachtet der Bedürfnisse kleiner Kinder. Die ersten Lebensjahre über sind die Kinder aller Gender-Gleichmacherei zum Trotz auf die Mütter bezogen. So ist es zumindest im Regelfall. Danach kommen Phasen, in denen sie die Väter mehr oder verstärkt brauchen und diese ihnen wesentliche Lebenskompetenzen vermitteln. Ich plädiere für Umgangsmodelle, die sich an diesen entwicklungspsychologischen Bedürfnissen kleiner Kinder und Kindern allgemein orientieren. Das ist der Beziehung zwischen Vätern und Kindern zuträglicher als ein stures Bestehen auf dem Umgangsrecht zu jedem Zeitpunkt um jedem Preis.
 

Sonntag, 11. Januar 2015

Worum es in diesem Blog geht

Diese Seite beschäftigt sich mit dem Thema Patchworkfamilien und wurde ursprünglich auf Facebook unter selbigem Titel erstellt, um das "Patchworkfamily-Notfallbuch" (Melanie Matzies-Köhler) zu begleiten. Nach einigen Monaten entstand aber eine Art Diskussionsforum daraus und nun teile ich aktuelle Informationen, Gedanken und Gefühle mit allen, die sich für das Thema "Patchworkfamilien" interessieren.
Dieser Blog stellt die Kurztexte des FB-Blogs zusammen (auch für alle, die nicht ständig auf FB sind) und bietet ein Forum, um das Thema öffentlich zu diskutieren. Viele Anregungen und guten Austausch wünsche ich! Melanie Matzies-Köhler